WEG: Was Sie über Wohnungseigentumsgemeinschaften in Österreich wissen müssen
Wenn Sie eine Wohnung in Österreich besitzen, gehören Sie automatisch zu einer WEG, Wohnungseigentumsgemeinschaft, eine rechtliche Gemeinschaft von Wohnungseigentümern, die gemeinsam über das Gebäude entscheidet. Auch bekannt als Wohnungseigentümergemeinschaft, ist sie der Rahmen, in dem Sie über Heizung, Dach, Treppenhaus oder Garten mit anderen entscheiden – ob Sie wollen oder nicht. Die meisten denken, eine WEG ist nur eine Verwaltungsgesellschaft. Tatsächlich ist sie ein lebendiges, oft konfliktträchtiges Gebilde aus Rechten, Pflichten und versteckten Kosten.
Die Gemeinschaftseigentum, Teile des Gebäudes, die allen Eigentümern gemeinsam gehören, wie Dach, Fassade, Treppenhaus und Keller ist das Herzstück jeder WEG. Wer hier spart, zahlt später doppelt. Ein undichtes Dach, das nicht repariert wird, führt nicht nur zu Schimmel in Ihrer Wohnung – es senkt auch den Wert aller Wohnungen. Die Hausverwaltung, die oft von der WEG beauftragte Stelle, die Rechnungen zahlt, Versammlungen organisiert und Sanierungen plant ist nicht Ihr Freund. Sie ist ein Dienstleister – und oft der Ort, an dem Kosten aus dem Ruder laufen. Viele WEGs zahlen zu viel für zu wenig – weil niemand die Rechnungen prüft.
Das Wohnungseigentumsgesetz, das österreichische Gesetz, das regelt, wie Wohnungseigentum funktioniert, wer was entscheidet und wie Geld gesammelt wird ist kompliziert, aber nicht unmöglich zu verstehen. Es sagt klar: Jeder Eigentümer hat eine Stimme – aber nur wenn er zur Versammlung kommt. Und wer nicht zahlt, hat keine Stimme. Die meisten Streitigkeiten entstehen nicht wegen der Regeln, sondern weil niemand sie kennt. Ein Nachbar will die Fassade streichen? Der andere will den Aufzug modernisieren? Ohne Beschlussfassung läuft nichts. Und wer denkt, er könne einfach seine Wohnung umbauen, ohne die WEG zu fragen – der zahlt später die Kosten, die er sich nie vorstellen konnte.
Was Sie hier finden, sind keine abstrakten Gesetzeskommentare. Das sind echte Fälle aus Österreich: Ein Haus in Graz, das drei Jahre ohne Dachsanierung stand – bis der Schimmel in zehn Wohnungen wuchs. Eine WEG in Linz, die 15.000 Euro für eine unnötige Heizungsmodernisierung ausgab, weil niemand den Vertrag las. Ein Eigentümer in Salzburg, der seinen Balkon vergrößerte – und danach 22.000 Euro Nachzahlung bekam. Diese Geschichten passieren nicht nur irgendwo. Sie passieren in Ihrer Nachbarschaft. Und sie passieren, weil die Regeln nicht bekannt sind.
Die Artikel unten zeigen, wie WEGs wirklich funktionieren – von der ersten Versammlung bis zur teuren Sanierung. Sie lernen, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen, wie Sie Kosten kontrollieren und warum eine gute Hausverwaltung mehr wert ist als ein neuer Bodenbelag. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, nicht betrogen zu werden.
Muster für Nutzungsvereinbarungen in Eigentümergemeinschaften: So vermeiden Sie Streit um Gemeinschaftsflächen
Nov 23, 2025 / 11 Kommentare
Nutzungsvereinbarungen in Eigentümergemeinschaften verhindern Streit um Gemeinschaftsflächen wie Garten, Keller oder Waschräume. Erfahren Sie, was sie enthalten müssen, wie sie erstellt werden und warum sie notariell beglaubigt sein müssen.
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