Doch was ist wirklich günstiger: selber bauen oder einen Generalunternehmer beauftragen?
Stell dir vor, du stehst vor einem leeren Grundstück. Vor dir liegt die Chance, dein Traumhaus zu bauen. Aber da ist diese eine Frage, die dich wach hält: Soll ich alles selber machen - oder einen Generalunternehmer (GU) beauftragen, der alles übernimmt? Es geht nicht nur um Geld. Es geht um deine Nerven, deine Zeit und die Qualität, die am Ende an der Wand bleibt.
Ein Generalunternehmer nimmt dir die ganze Planung, Koordination und Ausführung ab. Er ist dein einziger Ansprechpartner. Alles, was du tun musst: unterschreiben, zahlen und ab und zu vorbeischauen. Der Preis ist fest. Du weißt, was du bezahlst. Aber du zahlst auch für diese Bequemlichkeit - meist 5 bis 15 Prozent mehr als bei Einzelvergaben.
Doch wenn du selber baust, sparst du diese 5 bis 15 Prozent. Das klingt verlockend. Bei einem Haus mit 150 Quadratmetern und einem Gesamtbaukosten von 450.000 Euro sind das bis zu 67.500 Euro, die du theoretisch behältst. Aber nur theoretisch. Denn die Realität sieht anders aus.
Die Kostenfalle: Was der GU wirklich kostet - und was du bei DIY vergisst
Ein Generalunternehmer verlangt für seine Leistung einen Aufschlag. Das ist kein Betrug. Das ist der Preis für Sicherheit. Er übernimmt die Verantwortung. Wenn der Dachdecker zu spät kommt, ist er dran. Wenn die Heizung nicht passt, regelt er das. Er hat Verträge mit Subunternehmern, die er kennt. Er kriegt bessere Preise. Und er trägt das Risiko.
Bei DIY sieht das anders aus. Du denkst: Ich mache die Malerarbeiten selbst. Ich baue die Küchenzeile. Ich verlege den Boden. Das spart Geld. Und das stimmt - bis du merkst, dass du nicht weißt, wie du die Dämmung richtig ansetzt. Oder dass die Elektroinstallation nicht genehmigt wird, weil du die Kabel nicht in der richtigen Leitungsroute verlegt hast. Dann rufst du den Elektriker. Und der muss alles wieder aufmachen. Und das kostet mehr, als wenn du ihn von Anfang an beauftragt hättest.
Eine Studie der TU München aus 2022 zeigt: 68 Prozent der DIY-Bauherren überschreiten ihr Budget - durchschnittlich um 18,7 Prozent. Warum? Weil sie Zeit verlieren. Weil sie Fehler machen. Weil sie nicht wissen, was sie nicht wissen. Und weil jede Verzögerung Geld kostet: Zinsen für den Baukredit laufen weiter, die Miete für die Zwischenunterkunft bleibt fällig, die Baustellenversicherung läuft weiter. Diese Kosten vergisst du, wenn du nur die Handwerkerstunden abziehst.
Ein GU hat einen Festpreis. Wenn er sich vertan hat, zahlt er. Du hast keine Überraschungen. Bei DIY hast du nur einen geschätzten Preis - und dann tauchen plötzlich 15.000 Euro für eine neue Dachkonstruktion auf, weil du den Bauplan nicht richtig gelesen hast.
Qualität: Wer macht es besser - du oder der Profi?
DIY verspricht Individualität. Du wählst die Farbe, den Stein, die Steckdosen. Du kontrollierst jedes Detail. Das ist schön. Aber Qualität ist nicht nur, was du siehst. Qualität ist, was du nicht siehst: die Dichtung unter dem Fenster, die Isolierung hinter der Wand, die Kabelverlegung im Estrich.
Die Studie des ifb-Instituts aus 2023 hat 200 Häuser untersucht. Bei 42 Prozent der DIY-Bauten gab es Mängel bei der Schlussabnahme. Bei Generalunternehmern waren es nur 19 Prozent. Die häufigsten Probleme? Undichtigkeiten bei Fenstern und Türen - 67 Prozent der DIY-Fälle. Und elektrische Anlagen - 58 Prozent. Das sind nicht nur Ärgernisse. Das sind Risiken. Feuchtigkeit führt zu Schimmel. Falsch verlegte Kabel können Brände auslösen.
Ein Generalunternehmer arbeitet mit festen Partnern. Er kennt, wer zuverlässig ist. Wer seine Arbeit ordentlich macht. Wer seine Gewährleistung einhält. Wenn etwas schiefgeht, muss er es korrigieren - und zwar auf eigene Kosten. Du hast keinen Ansprechpartner bei DIY. Du bist der Ansprechpartner. Und wenn der Dachdecker, den du über Facebook gefunden hast, nicht mehr erreichbar ist? Dann hast du ein undichtes Dach. Und keine Garantie.
Es ist kein Zufall, dass GU-Bauten in der Regel eine höhere Qualität bei der Abnahme haben. Es ist keine Frage von Moral. Es ist eine Frage von Erfahrung. Ein Profi baut 20 Häuser pro Jahr. Du bautest eines - und das ist dein erstes.
Deine Nerven: Der unsichtbare Preis
Was niemand sagt: Der größte Preis beim DIY-Bauen sind deine Nerven.
Du arbeitest 40 Stunden die Woche. Du hast Kinder. Du hast Freunde. Du willst am Wochenende relaxen. Aber dann musst du die Baustelle koordinieren. Du musst die Handwerker anrufen. Du musst die Materialien abholen. Du musst die Baugenehmigung verfolgen. Du musst den Architekten fragen, ob die Wand wirklich so stehen darf. Und du musst jeden Tag entscheiden: Mache ich das jetzt selbst? Oder rufe ich den Profi?
Die ifb-Studie aus 2023 sagt: 82 Prozent der DIY-Bauherren berichten von erheblichem Stress. 25 bis 35 Stunden pro Woche investieren sie zusätzlich - neben Job und Familie. Das ist kein Hobby. Das ist ein Vollzeitjob - ohne Gehalt.
Ein Generalunternehmer nimmt dir das ab. Du bekommst einen Bauplan. Du bekommst einen Terminplan. Du bekommst einen Ansprechpartner. Wenn du etwas brauchst, rufst du ihn an. Er kümmert sich. Du musst nicht wissen, wie ein Heizungsrohr verlegt wird. Du musst nicht wissen, wer die Baustelle versichert. Du musst nicht wissen, ob die Dämmung den neuen GEG-Anforderungen entspricht.
Und wenn etwas schiefgeht? Der GU ruft dich an. Er sagt: „Herr Müller, wir haben ein Problem mit der Fußbodenheizung. Es wird zwei Tage dauern. Wir haben einen Ersatzheizkörper organisiert.“ Du sagst: „Okay.“ Und du gehst weiter. Du hast deine Ruhe.
Beim DIY-Bauen rufst du den Elektriker an. Er sagt: „Ich komme nächste Woche.“ Du rufst ihn am Dienstag an. Er sagt: „Ich bin am Montag nicht da.“ Du rufst den Dachdecker an. Der sagt: „Ich kann erst in drei Wochen.“ Und du stehst mit einem undichten Dach da. Und du hast keine Ahnung, wie du das jetzt löst. Das ist kein Stress. Das ist ein Nervenkrieg.
Wer sollte was machen? Die klare Empfehlung
Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Aber es gibt klare Regeln.
Wähle den Generalunternehmer, wenn:
- Du berufstätig bist und keine Zeit hast, dich um die Baustelle zu kümmern.
- Du keine technische Ausbildung hast und nicht weißt, was ein Dampfbremse ist.
- Du Wert auf Planungssicherheit legst - und keine Überraschungen willst.
- Du eine Garantie willst, dass alles funktioniert - und nicht nur aussieht.
Überlege DIY, wenn:
- Du handwerklich begabt bist - und schon mal eine Wand verputzt hast.
- Du Zeit hast - wirklich viel Zeit.
- Du dich mit den Bauplänen auskennst und die Baugenehmigung selbst einholen kannst.
- Du dich auf einfache Arbeiten beschränkst: Malerarbeiten, Boden verlegen, Einbauküche montieren.
Und vergiss nicht: Selbst wenn du dich für DIY entscheidest, lass die kritischen Gewerke - Elektro, Heizung, Sanitär, Dach - von Profis machen. Das ist kein Sparen. Das ist Verantwortung.
Die neue Mitte: Semi-DIY - der smarte Weg
Die Zukunft gehört nicht mehr dem Extrem: entweder alles selber oder alles vom GU. Die Zukunft gehört der Hybrid-Lösung.
Immer mehr Bauherren wählen „semi-DIY“. Der Generalunternehmer baut das Haus bis zur Rohbaufertigstellung - mit Dach, Wänden, Fenstern, Heizung, Elektro. Dann übernimmst du die Innenausstattung: Tapete, Boden, Einbauküche, Badezimmerfliesen. Du sparst Geld. Du hast Kontrolle. Und du vermeidest die größten Risiken.
Das ist der klügste Weg für viele. Du nutzt die Vorteile des GU: Sicherheit, Qualität, Planungssicherheit. Und du nutzt deine Stärken: deine Zeit, deine Handarbeit, deine Liebe zum Detail.
Ein Bauherrenberater oder ein unabhängiger Baubegleiter kann dir dabei helfen, diese Schnittstelle zu finden. Er prüft den GU-Vertrag. Er schaut, welche Gewerke du selbst machen kannst. Er sagt dir, wo du sparen kannst - und wo du lieber zahlen solltest.
Was bleibt: Die Entscheidung ist deine - aber sie ist endgültig
Ein Haus bauen ist kein Projekt. Es ist ein Lebensabschnitt. Es verändert dich. Es prüft dich. Es zeigt dir, was du wirklich kannst - und was du nicht kannst.
Wenn du dich für den Generalunternehmer entscheidest, kaufst du Ruhe. Du kaufst Sicherheit. Du kaufst Zeit. Und du zahlst dafür. Aber du bekommst ein Haus, das funktioniert. Und du bekommst deine Nerven zurück.
Wenn du dich für DIY entscheidest, kaufst du dich selbst ein. Du kaufst die Kontrolle. Du kaufst die Erfahrung. Und du zahlst mit Stress, Zeit und manchmal mit Geld, das du nicht hast. Aber du bekommst ein Haus, das du selbst gebaut hast. Und das ist etwas, was kein GU dir geben kann.
Beide Wege sind richtig. Aber keiner ist einfach. Wähle nicht nach dem günstigsten Preis. Wähle nach dem, was du ertragen kannst. Denn am Ende zählt nicht, wer das Haus gebaut hat. Zählt, ob du noch schlafen kannst - und ob du morgen wieder lachen kannst.
Frequently Asked Questions
Ist ein Generalunternehmer wirklich teurer als DIY?
Ja, ein Generalunternehmer verlangt meist 5 bis 15 Prozent Aufschlag auf die Gesamtkosten - das ist der Preis für Koordination, Risikoübernahme und Garantie. Doch viele DIY-Bauherren überschreiten ihr Budget um durchschnittlich 18,7 Prozent durch Fehler, Nacharbeiten und Verzögerungen. Der scheinbare Kostenvorteil von DIY verschwindet oft schnell - besonders, wenn du den Baukredit länger laufen lässt oder eine Zwischenmiete zahlen musst.
Kann ich als Laie wirklich etwas selber bauen?
Ja - aber nur begrenzt. Malerarbeiten, Boden verlegen, Einbauküche montieren oder Regale bauen sind für Laien machbar. Komplexe Gewerke wie Elektro, Heizung, Sanitär, Dach oder Fundament sind es nicht. Diese Arbeiten erfordern Fachwissen, Genehmigungen und Haftung. Ein falsch verlegtes Kabel oder undichte Fenster können teure Schäden verursachen. Lass diese Gewerke immer von zertifizierten Profis machen - selbst wenn du sonst alles selber machst.
Wie finde ich einen vertrauenswürdigen Generalunternehmer?
Schau dir Referenzen an - nicht nur Fotos, sondern echte Gespräche mit früheren Kunden. Prüfe, ob der GU einen Festpreis anbietet und ob dieser alle Leistungen enthält. Frag nach der Mängelhaftung: Wer zahlt, wenn etwas schiefgeht? Ein seriöser GU hat eine Baufinanzierungsberatung, eine Baubegleitung und eine Haftpflichtversicherung. Vermeide Angebote, die zu gut klingen. Ein GU, der 20 Prozent unter dem Marktpreis bietet, hat meistens Probleme mit Subunternehmern oder Qualität.
Brauche ich einen Baubegleiter, wenn ich einen Generalunternehmer habe?
Ja, besonders wenn du nicht selbst baust. Ein unabhängiger Baubegleiter prüft den Baufortschritt, liest die Baupläne und meldet Mängel frühzeitig. Der Generalunternehmer arbeitet für sich selbst - der Baubegleiter arbeitet nur für dich. Er stellt sicher, dass du nicht für schlechte Arbeit bezahlst. Das kostet 1.000 bis 3.000 Euro - aber oft spart es dir 10.000 Euro oder mehr an Nachbesserungen.
Wie viel Zeit brauche ich wirklich für DIY?
Du brauchst 25 bis 35 Stunden pro Woche - zusätzlich zu deinem Job und deiner Familie. Das ist kein Wochenendprojekt. Das ist ein Vollzeitjob. Du musst Material bestellen, Handwerker koordinieren, Termine einhalten, Baupläne lesen, Behörden kontaktieren und Fehler beheben. Viele Bauherren unterschätzen das. Am Ende sind sie erschöpft - und das Haus ist noch nicht fertig. Denk daran: Zeit ist auch Geld.
Marc-Etienne Burdet
November 17, 2025 AT 23:50Oh, das ist ja ein Meisterwerk der Selbsttäuschung! 😍 Du sparst 67.500 €? Super! Und dann zahlst du 20.000 € für einen Elektriker, der dein „DIY-Kabelsalat“ wieder rausreißt - weil du dachtest, ein Steckdosenkasten ist ein Kästchen für deine Lego-Sammlung. 🤦♂️ Die Studie sagt 18,7 % Überschreitung? Ja, weil du nicht weißt, was eine Dampfbremse ist - und das ist nicht dein Fehler, nein, das ist die Schuld der Bauordnung! 🙃
Christian Bikar
November 18, 2025 AT 05:54Ich hab in Deutschland ein Haus gebaut - mit meinen Händen, mit deutscher Präzision, ohne dumme Ausländer, die nur Geld kriegen wollen! Wer einen Generalunternehmer nimmt, ist ein Schwächling. Wer selber baut, ist ein Deutscher. Und wir Deutschen bauen nicht nur Häuser - wir bauen Zukunft! Wer Angst hat, einen Bohrer zu halten, soll lieber in die Wohnung ziehen - und sich mit dem Gedanken trösten, dass er nie etwas Eigenes geschaffen hat. 🇩🇪
Shane Dolan
November 19, 2025 AT 15:40Hey, ich hab da mal was gelernt: Du musst nicht alles alleine schaffen, um ein Held zu sein. Der echte Mut liegt darin, zu erkennen, wo du Hilfe brauchst - und dann auch zuzulassen. Ein GU ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Weisheit. Du hast ein Leben, Familie, einen Job - und trotzdem willst du noch ein Haus bauen? Respekt. Aber lass die Elektrik, die Heizung, die Dämmung - das ist nicht der Platz für Experimente. Mach was du kannst, lass das übrige Profis machen. Du wirst es nicht bereuen - und deine Nerven auch nicht. 💪
Felix Gorbulski
November 21, 2025 AT 14:09Ein Haus ist kein Produkt. Es ist eine Geschichte. Und wer sie selbst schreibt, lernt, wer er ist. Die Kosten? Sie zählen nicht. Die Zeit? Sie ist nicht verloren. Die Nerven? Sie werden gestählt. Ein GU gibt dir ein Haus. Aber du bekommst dich selbst - wenn du es schaffst. Und das ist mehr als eine Baugenehmigung.
Carsten Langkjær
November 22, 2025 AT 16:29Ich hab neulich mit meinem Nachbarn geredet - der hat sein Haus selbst gebaut. Zwei Jahre. Kein Urlaub. Kein Wochenende. Keine Feierabend-Bierchen. Nur Baustelle, Materialbestellung, Baugenehmigungsbehörde, und dann nochmal Baustelle. Und jetzt? Er sitzt da, trinkt Kaffee, und sagt: „Ich hab’s geschafft.“ Aber er hat kein Leben mehr. Er hat ein Haus. Und das ist der Unterschied. Ich würd’ lieber zahlen und schlafen. Echt. Einfach. Kein Stress. Kein Dach, das undicht ist, weil ich dachte, Dachpappe ist wie Geschenkpapier.
Bernd Heufelder
November 24, 2025 AT 02:20Die Studie der TU München ist korrekt. 68 % überschreiten das Budget. Warum? Weil DIY-Bauherren keine Ahnung haben. Sie denken, „Boden verlegen“ bedeutet, Klickplanken auf den Boden zu klopfen, ohne Unterlagsfolie. Sie glauben, „Elektro“ ist, wenn man einen Stecker in die Wand steckt. Sie ignorieren GEG, DIN, VDE. Sie haben keine Ahnung von Wärmebrücken, Luftdichtigkeit, oder Bauphysik. Und dann wundern sie sich, dass das Haus nach zwei Jahren schimmelt. Das ist keine Tragödie. Das ist eine Straftat gegen die Baukultur.
Rune Aleksandersen
November 25, 2025 AT 15:23Ein Generalunternehmer? Das ist wie ein Politiker - sagt was du hören willst, kriegt dein Geld, und wenn was schiefgeht, ist es nicht seine Schuld. Du bist der Dumme. Du zahlst für seine Fehlkalkulation. Und dann kommt er mit dem Satz: „Das war nicht im Vertrag.“ Aber du? Du bist der Held, der mit einem Bohrer in der Hand durch die Nacht geht, weil der Dachdecker abgesprungen ist. Ja, du bist verrückt. Aber du bist ehrlich. Und das ist mehr, als alle GU’s zusammen.
Christoph Kübler
November 26, 2025 AT 22:31DIY ist für Leute, die keine Ahnung haben, aber glauben, sie könnten es besser. Ein GU ist für Leute, die Geld haben. Die Wahrheit? Die meisten, die DIY machen, sind einfach faul - und wollen nur das Gefühl, etwas getan zu haben. Aber sie können nicht mal eine Tapete gerade kleben. Also lass es. Zieh in eine Wohnung. Du bist nicht der Held. Du bist nur der, der nach zwei Jahren schreit: „Warum hab ich das gemacht?“
Patrick Mayrand
November 28, 2025 AT 07:31Ich hab mein Haus mit GU gebaut. Zwei Jahre später ist die Fassade abgefallen. Der GU hat sich nicht gemeldet. Die Versicherung hat abgelehnt. Ich musste selbst zahlen. Also frag ich: Wer hat wirklich die Nerven verloren? Der, der selber baut? Oder der, der auf den GU vertraut hat? Die Antwort ist einfach: Niemand. Weil das System kaputt ist.
Stefan Matun
November 30, 2025 AT 01:25Die empirischen Daten belegen eindeutig, dass die transaktionalen Kosten von DIY-Bauherren über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes signifikant höher sind als bei integrierten Generalunternehmermodellen. Die fehlende Skaleneffizienz, kombiniert mit der exogenen Unsicherheit bei Subunternehmerkoordination, resultiert in einer negativen Nettonutzenbilanz. Zudem ist die qualitative Ausprägung von Bauleistungen bei nicht zertifizierten Akteuren statistisch signifikant niedriger (p < 0.01). Empfehlung: Outsourcing von kritischen Gewerken ist nicht optional - es ist eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.