Top 7 Städte im Vergleich: Kaufpreise, Mieten und Renditen 2025

Was macht die Top 7 Städte zum Immobilien-Magnet?

Wenn du in Deutschland eine Immobilie kaufen oder investieren willst, dann landest du fast immer bei den gleichen sieben Städten: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Diese Städte sind nicht einfach nur groß - sie dominieren den gesamten deutschen Immobilienmarkt. Im Jahr 2025 haben sie zusammen 78,3 % aller Investitionen in deutsche Wohnimmobilien auf sich gezogen. Das ist kein Zufall. Es geht um Arbeitsplätze, Infrastruktur, Bevölkerungswachstum und die Hoffnung, dass die Wohnung im Laufe der Zeit mehr wert wird. Aber was heißt das für dich als Käufer oder Investor? Die Preise sind hoch, die Mieten steigen langsamer, und die Renditen sind niedriger als je zuvor.

Kaufpreise: Wer zahlt am meisten?

Wenn du eine Eigentumswohnung in München kaufst, zahlst du im Durchschnitt 8.570 € pro Quadratmeter. Das ist mehr als doppelt so viel wie in Berlin, wo du für 4.545 €/m² eine Wohnung bekommst. Diese Lücke ist kein kleiner Unterschied - sie entscheidet darüber, ob du mit deinem Geld eine Ein-Zimmer-Wohnung oder eine ganze Drei-Zimmer-Wohnung finanzieren kannst. Die Preise sind in den letzten Jahren stark gestiegen, aber nicht überall gleich. München hat im Vergleich zum Vorjahr „nur“ 4,9 % zugelegt, während Frankfurt am Main mit 10,6 % und Berlin mit 10,7 % die größten Sprünge machten. Düsseldorf und Köln folgen mit über 9 % Zuwachs. Interessant: Stuttgart bleibt mit nur 2,4 % Preisanstieg hinterher. Warum? Weil internationale Investoren hier weniger aktiv sind. Die Stadt hat zwar eine starke Wirtschaft, aber nicht die globale Anziehungskraft von München oder Berlin.

Mieten: Was bringt dir die Mietschuld?

Die Mieten steigen zwar auch, aber viel langsamer als die Kaufpreise. In München bekommst du für eine neue Wohnung 22,08 €/m² Kaltmiete - das ist der höchste Wert in Deutschland. Frankfurt kommt auf 19,17 €/m², Berlin auf 18,18 €/m². Klingt viel? Ja. Aber rechnest du den Kaufpreis gegen die Miete, dann wird’s ungemütlich. In München brauchst du 42 Jahre, um den Kaufpreis durch Mieteinnahmen wieder hereinzuholen. In Frankfurt sind es 40 Jahre. In Köln dagegen nur 33 Jahre. Das bedeutet: In Köln wird deine Wohnung nach knapp drei Jahrzehnten „bezahlt“ sein. In München erst nach vier. Das ist der Grund, warum viele Privatinvestoren heute nicht mehr in München oder Berlin kaufen, sondern in Leipzig oder Erfurt, wo die Renditen deutlich höher liegen. Die Mieten steigen zwar - aber nicht schnell genug, um den Preisboom auszugleichen.

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Renditen: Warum lohnt sich das nicht mehr für viele

Die durchschnittliche Bruttorendite in Deutschland liegt bei 4,5 %. In den Top 7 Städten? Sie liegt deutlich darunter. Berlin: 3,3 %. München: 3,2 %. Düsseldorf: 3,5 %. Das ist niedriger als die Inflation. In Leipzig oder Dresden bekommst du 3,8 bis 4,1 % - und das mit deutlich geringeren Kaufpreisen. Warum investieren dann noch so viele in München oder Berlin? Weil es nicht nur um Rendite geht. Es geht um Sicherheit. Banken verleihen in diesen Städten bis zu 80 % des Kaufpreises - in anderen Regionen oft nur 60 %. Das macht den Einstieg einfacher, auch wenn die Rendite niedrig ist. Institutionelle Investoren wie Pensionsfonds bevorzugen diese Märkte, weil sie wissen: Selbst wenn die Mieten stagnieren, wird die Wohnung in 10 Jahren immer noch jemand kaufen. In einer Kleinstadt ist das nicht sicher. Die Stadt könnte schrumpfen. In München oder Frankfurt nicht.

Die Stadtteile zählen mehr als die Stadt

Ein großer Fehler, den viele Anleger machen: Sie denken, „München“ ist gleich „München“. Das stimmt nicht. In Bogenhausen, einem der teuersten Stadtteile, liegen die Preise bei über 12.000 €/m². In Trudering, einem Außenbezirk, bekommst du Wohnungen ab 6.500 €/m². Das ist ein Unterschied von mehr als 50 %. Genauso in Berlin: In Charlottenburg zahlt man doppelt so viel wie in Marzahn. In Köln ist der Stadtteil Neumarkt teurer als Kalk. Wer nur nach der Stadt schaut, verpasst Chancen. Experten raten deshalb: Schau dir die Stadtteile an, nicht die Stadt. Frag dich: Wo gibt es neue Bahnlinien? Wo baut die Stadt neue Kitas oder Schulen? Wo zieht die junge Bevölkerung hin? Das sind die Gebiete, die in 5 Jahren wertvoller sind - nicht die, die heute am teuersten sind.

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Wie viel Eigenkapital brauchst du heute?

2020 reichten 15-20 % Eigenkapital, um eine Wohnung in den Top 7 zu kaufen. Heute nicht mehr. Die Deutsche Bundesbank empfiehlt seit 2023 mindestens 30-35 %. Warum? Weil die Banken immer vorsichtiger werden. Die Zinsen sind höher, die Preise sind höher - und die Risiken steigen. Wenn du in München eine Wohnung für 500.000 € kaufst, musst du heute mindestens 175.000 € eigenes Geld aufbringen. Das ist ein riesiger Unterschied. Viele potenzielle Käufer schauen deshalb weg. Die Kaufabwicklung dauert in München 127 Tage, in Berlin 118 Tage - einfach weil so viele Interessenten da sind und die Banken jedes Dokument genau prüfen. In Köln dauert es mit 92 Tagen deutlich weniger. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage dort noch nicht so übertrieben ist wie in München oder Berlin.

Was kommt nach 2025?

Experten sind sich uneinig. Einige sagen: Die Preise in München und Berlin sind überbewertet. Wenn die Zinsen weiter steigen und die Kaufkraft der Menschen sinkt, könnte es 2026 zu einer Korrektur von bis zu 15 % kommen. Andere sagen: Nein, die Städte sind zu stark, zu attraktiv, zu gut vernetzt. Sie werden weiter wachsen - nur langsamer. Dr. Jürgen Schick von der Berenberg Bank prognostiziert, dass die Preisanstiege ab 2026 auf 2-3 % pro Jahr zurückgehen. Das ist immer noch mehr als Inflation, aber kein Boom mehr. Düsseldorf und Köln gelten als „hidden champions“: Sie haben eine starke Wirtschaft, moderate Preise und steigende Nachfrage. Sie sind die neuen Hotspots für Investoren, die nicht in die teuersten Märkte einsteigen wollen. Die Zukunft gehört nicht mehr nur den Top 7 - sondern den smarten Entscheidungen innerhalb dieser Top 7.

Was tun, wenn du investieren willst?

  • Wenn du Rendite brauchst: Schau dir Mittelstädte wie Leipzig, Dresden oder Erfurt an. Dort liegen die Renditen bei 3,6-4,1 %.
  • Wenn du Sicherheit willst: Bleib in den Top 7, aber nicht in den teuersten Stadtteilen. Suche nach Gebieten mit Infrastruktur-Entwicklungen.
  • Wenn du Kauffähigkeit brauchst: Berechne deine Eigenkapitalquote - 30-35 % sind heute die Regel.
  • Wenn du langfristig denkst: Kaufe in einer Stadt mit starkem Arbeitsmarkt - nicht in einer, die nur „trendig“ ist.

Die Top 7 Städte sind kein Garant für Reichtum. Sie sind ein Risiko - mit hohen Preisen, niedrigen Renditen und langer Amortisationszeit. Aber sie sind auch ein Ort, an dem deine Wohnung in 20 Jahren immer noch einen Käufer findet. Die Frage ist nicht, ob du investierst. Die Frage ist: Wo, wie und warum?

Welche Stadt hat die höchste Rendite in den Top 7?

In den Top 7 Städten hat keine Stadt eine hohe Rendite. Die höchste Bruttorendite liegt bei 3,5 % in Düsseldorf, die niedrigste bei 3,2 % in München. Alle liegen unter dem deutschen Durchschnitt von 4,5 %. Wer hohe Renditen will, muss in Mittelstädte wie Leipzig, Dresden oder Erfurt investieren, wo sie 3,8-4,1 % erreichen.

Ist es sinnvoll, in München eine Wohnung zu kaufen?

Ja - aber nur, wenn du nicht auf Rendite aus bist. München ist eine der sichersten Immobilienmärkte Deutschlands. Die Nachfrage ist hoch, die Bevölkerung wächst, und die Wohnung wird in 10 Jahren immer noch wertvoll sein. Aber die Rendite ist mit 3,2 % sehr niedrig, und die Amortisationszeit beträgt 42 Jahre. Du kaufst hier nicht zum Verdienen - du kaufst, um langfristig Vermögen aufzubauen und zu sichern.

Warum steigen die Preise in Stuttgart so langsam?

Stuttgart hat eine starke Wirtschaft, aber geringere internationale Anziehungskraft als München oder Berlin. Viele globale Investoren ziehen es vor, in Städte zu investieren, die mehr Touristen, Start-ups und internationale Unternehmen anziehen. Stuttgart ist eher eine regionale Wirtschaftsmacht - und das spiegelt sich in der Nachfrage wider. Zudem gibt es hier weniger Spekulation, weil die Bevölkerung eher konservativ investiert.

Wie lange dauert die Kaufabwicklung in den Top 7?

In München dauert sie durchschnittlich 127 Tage, in Berlin 118 Tage, in Frankfurt 110 Tage. In Köln und Düsseldorf ist sie mit 90-95 Tagen deutlich schneller. Der Grund: In den teuersten Städten gibt es mehr Interessenten, mehr Prüfungen der Banken und längere Wartezeiten bei Notaren. Du solltest dich auf mindestens drei Monate einstellen.

Sollte ich lieber in eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus investieren?

In den Top 7 Städten sind Eigentumswohnungen die bessere Wahl. Einfamilienhäuser sind teurer, schwerer zu vermieten und haben oft eine geringere Liquidität. Außerdem steigen die Preise für Wohnungen in zentralen Lagen schneller als für Häuser am Stadtrand. Wenn du investierst, gehst du besser auf die Wohnung - besonders wenn du sie vermieten willst.

Wie hoch ist die Eigenkapitalquote heute für Top-7-Städte?

Die Deutsche Bundesbank empfiehlt heute mindestens 30-35 % Eigenkapital. 2020 reichten noch 15-20 %. Das liegt an höheren Zinsen, strengeren Bankenrichtlinien und dem Risiko von Preisblasen. Wer weniger als 30 % hat, bekommt oft keine Finanzierung - oder nur mit sehr hohen Zinsen.

14 Kommentare

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    Julius Presto

    Dezember 5, 2025 AT 04:50
    Ich hab letztes Jahr in Leipzig investiert und bin mega zufrieden. Rendite knapp 4% und die Mieter sind super. Kein Stress mit den Banken, keine 30% Eigenkapital nötig. Wer will schon in München 42 Jahre warten, bis die Wohnung sich rentiert? 🤷‍♂️
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    Mattis Manzel

    Dezember 5, 2025 AT 22:47
    Stuttgart ist unterschätzt. Ich hab da ne Wohnung gekauft, Preis war fair, Mieter seit 5 Jahren. Kein Boom, aber stabile Entwicklung. Man muss nicht immer in die Hotspots investieren. 😊
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    Filip Jungmann

    Dezember 6, 2025 AT 06:29
    München ist überbewertet Punkt. Wer da noch investiert hat keine Ahnung. Rendite unter 3,5% bei 8500€/m²? Das ist keine Investition das ist Selbstbetrug
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    Thomas Verhulst

    Dezember 6, 2025 AT 07:18
    Es ist nicht nur eine Frage von Zinsen und Renditen, es ist eine Frage der Existenzsicherung in einer zunehmend instabilen Welt. Die Top-7-Städte repräsentieren nicht nur Immobilien, sie repräsentieren kulturelle Kontinuität, soziale Stabilität und die Unvergänglichkeit des urbanen Lebens in einer Zeit, die alles in Fluss zu bringen scheint. Man kauft nicht eine Wohnung, man kauft eine Zukunft, die nicht von der nächsten Krise verschluckt wird.
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    Manfred Prokesch

    Dezember 7, 2025 AT 10:59
    Die Bundesbank hat Recht mit 30-35% Eigenkapital. Wer weniger hat, sollte sich nicht mal die Mühe machen. Das ist kein Markt, das ist ein Spiel mit Feuer. Und wer Leipzig als Alternative nennt, hat nie in einer echten Stadt gelebt. Keine Infrastruktur, keine Zukunft. #RealEstateReality
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    max wagner

    Dezember 9, 2025 AT 09:00
    Deutschland ist kaputt weil alle ausländischen Investoren die Städte aufkaufen. Berlin ist nicht mehr unsere Stadt. Wer in München kauft ist ein Verräter an der deutschen Heimat. Wir brauchen Steuern auf Ausländerimmobilien. Punkt.
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    Elisabeth Whyte

    Dezember 11, 2025 AT 04:25
    Ich hab so viel Angst, dass die Preise jetzt fallen... und dann hab ich alles verloren... und meine Kinder haben keine Wohnung mehr... 😭😭😭
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    Bernd Sangmeister

    Dezember 11, 2025 AT 11:01
    Hast du die Daten von 2024 gesehen? Frankfurt hat 11,2% Preisanstieg nicht 10,6. Und Berlin 10,7? Falsch. 12,1%. Die Quelle ist nicht vertrauenswürdig. Typisch.
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    Elsa Bazán Mezarina

    Dezember 12, 2025 AT 01:45
    Die Argumentation basiert auf einer veralteten Wirtschaftslogik. Die Zukunft liegt in der Kombination von urbaner Dichte und nachhaltiger Infrastruktur. Die Top-7-Städte sind nicht nur Märkte, sie sind ökologische und soziale Knotenpunkte. Eine Rendite von 3,2% ist kein Verlust, sondern eine langfristige Wertstabilität in einem System, das auf kurzfristige Spekulation verzichtet. 🌱
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    Jens Kilian

    Dezember 13, 2025 AT 08:02
    Ich hab in Köln ne Wohnung gekauft, war total unsicher. Aber ich hab mir die Stadtteile angeschaut, hab mit Leuten geredet, hab nach neuen Bahnlinien gesucht. Jetzt hab ich ne Wohnung in Mülheim, 6.800€/m², Mieter seit 2 Jahren, Rendite 3,9%. Es geht nicht um die Stadt, es geht um den Ort. 🙌
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    Anton Avramenko

    Dezember 14, 2025 AT 16:52
    Du musst nicht alles wissen, um eine gute Entscheidung zu treffen. Frag dich: Was brauchst du wirklich? Sicherheit? Rendite? Oder nur eine Wohnung, die du in 20 Jahren verkaufen kannst? Die Antwort ist individuell. Kein Dogma. Kein Druck. Nur deine Situation. Du bist nicht allein mit deinen Fragen.
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    Christian Bachmann (Admin)

    Dezember 16, 2025 AT 01:30
    Die Analyse ist methodisch korrekt, berücksichtigt jedoch nicht die makroökonomischen Disparitäten zwischen den Regionen. Die institutionelle Nachfrage in den Top-7-Städten ist nicht primär auf Rendite ausgerichtet, sondern auf Portfolio-Diversifikation und Liquiditätspräferenz. Die niedrigen Renditen sind ein Indikator für Preisstabilität und nicht für Marktversagen. Zudem ist die Korrelation zwischen Bevölkerungswachstum und Immobilienpreisen in diesen Agglomerationen nicht linear, sondern exponentiell durch Netzwerkeffekte. Eine Reduktion auf Mietertrag ist daher analytisch unzureichend.
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    Fredrik Bergsjøbrenden

    Dezember 17, 2025 AT 16:48
    Norwegen hat bessere Immobilienmärkte. In Oslo ist die Rendite 5,1% und die Preise sind stabil. Deutschland ist ein wirtschaftliches Chaos. Warum investiert man hier überhaupt? Ich hab meine Familie nach Oslo verlegt. Die Luft ist besser, die Schulen sind besser, die Wohnungen sind besser.
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    Julius Presto

    Dezember 19, 2025 AT 01:13
    Und genau deswegen ist Köln so interessant. Kein Drama, keine Spekulation, aber trotzdem gute Verkehrsanbindung. Und die Leute hier sind echt. Kein Touristenrummel wie in Berlin. Ich hab meine Wohnung vor 3 Jahren gekauft, seitdem hab ich nur positive Mietverträge. Einfach mal die Stadtteile anschauen, nicht nur die Stadt.

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