Wenn Sie Ihr Haus sanieren und eine Außendämmung einbauen, ist der Fensteranschlag oft der Punkt, an dem alles schiefgeht. Nicht weil es schwierig ist - sondern weil viele es falsch machen. Die Folge? Kälte, Schimmel, hohe Heizkosten und eine Fassade, die nicht mehr ansprechend aussieht. Dabei ist das Problem lösbar. Und zwar mit klarem Plan, den richtigen Materialien und dem Wissen, wie es wirklich funktioniert.
Warum der Fensteranschlag so wichtig ist
Jedes Fenster ist eine Schwachstelle in der Außenwand. Wenn es nicht richtig eingebaut ist, entsteht eine Wärmebrücke - ein Bereich, durch den Wärme entweicht, als wäre die Wand durchbrochen. Experten schätzen, dass bis zu 30 % aller Wärmeverluste in einem Haus auf schlechte Fensteranschlüsse zurückgehen. Das ist mehr als bei vielen Dächern oder Außenwänden. Und das, obwohl die Fenster nur etwa 15 % der Gesamtfläche ausmachen. Mit der Einführung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) 2020 wurde das noch strenger. Jetzt muss jeder Anschluss so gedämmt sein, dass er die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt. Wer das ignoriert, bekommt keine Förderung von der KfW, und die Energieberatung sagt: „Sanierung nicht erfolgreich.“Das Problem: Die Schießscharte
Viele Altbauten haben Fenster, die tief in der Wand sitzen. Früher wurde nicht gedämmt, also war das kein Problem. Heute, wenn man 14 cm Dämmung davor setzt, bleibt eine tiefe Nische zwischen Fenster und Außenwand - die sogenannte Schießscharte. Sie sieht nicht nur unschön aus, sie ist auch ein Energiefresser. Die Luft darin kühlt ab, Tauwasser bildet sich, und Schimmel greift an. Die Lösung? Die Fenster nicht einfach so lassen, wie sie sind. Sie müssen so verlegt werden, dass sie in die Dämmebene hineinrücken. Ideal ist, wenn der Blendrahmen etwa die Hälfte seiner Breite in die Dämmung hineinragt. Dann ist die Wärmebrücke praktisch weg. Das klingt einfach - aber die Ausführung ist komplex.Die drei Ebenen der Abdichtung
Ein korrekter Fensteranschlag besteht nicht aus einem Stück Schaum oder Silikon. Er hat drei Schichten - und jede muss sitzen.- Außen: Schlagregendicht. Das bedeutet: Regenwasser läuft ab, dringt nicht ein. Dafür braucht man spezielle Abdichtbänder oder flüssige Abdichtungen, die auch bei Frost und UV-Licht halten.
- Mittig: Wärmedämmend. Hier kommt die Dämmung ins Spiel - meist aus Mineralwolle oder Polystyrol. Die Dämmung muss nahtlos an den Fensterrahmen anschließen, ohne Lücken. Mindestens 6 cm Dämmstärke sollten es sein, besser 10-12 cm.
- Innen: Luftdicht. Das ist der wichtigste Teil. Wenn Luft von innen in die Wand wandert, kondensiert sie, sobald sie kalt wird. Das führt zu Schimmel. Deshalb muss die Luftdichtheit von innen her hergestellt werden - und sie muss dichter sein als die äußere Schicht. Das Prinzip: „innen dichter als außen“.
Ein häufiger Fehler: Handwerker verwenden nur Montageschaum. Der ist nicht UV-beständig, wird brüchig, reißt und lässt Luft durch. Der Schaum darf nur als Füllmaterial dienen - nie als Abdichtung.
Innenanschlag vs. stumpfer Anschlag: Was ist besser?
Es gibt zwei Hauptmethoden. Beide haben Vor- und Nachteile.| Methode | Vorteile | Nachteile | Wärmebrückenverlustkoeffizient |
|---|---|---|---|
| Innenanschlag (Blendrahmen überdeckt) |
Besserer Regenschutz, zweistufige Fuge, geringere Wärmebrücke | Benötigt mehr Platz innen, Innenlaibung muss nachgearbeitet werden | 0,02 W/mK |
| Stumpfer Anschlag (Fenster an Außenkante) |
Einfachere Montage, keine Innenaufarbeitung nötig | Höhere Wärmebrücke, Schießscharte bleibt, optisch unansehnlich | 0,031 W/mK |
Die Zahlen sprechen für sich: Der Innenanschlag ist 35 % effizienter. Wer langfristig sparen will, wählt ihn. Aber: Es kostet mehr Arbeit. Die Innenlaibungen müssen begradigt werden - das kann bis zu 1.200 Euro pro Fenster kosten. Ist das sinnvoll? Ja, wenn Sie das Haus langfristig behalten und Energiekosten reduzieren wollen.
Was funktioniert nicht?
Es gibt viele „Schnelllösungen“, die am Ende teurer sind.- Montageschaum als alleinige Abdichtung: Wird brüchig, lässt Luft durch, kein UV-Schutz. Verboten nach den Vorgaben der dena.
- Normales Silikon: Dehnt sich nicht mit der Dämmung mit. Reißt, wenn sich die Wand ausdehnt. Kein Ersatz für spezielle VKB-Compribänder.
- Fenster vor die Dämmung schieben: Nur bei speziellen Systemen wie Vorbaurolladenkästen möglich. Sonst entstehen Lücken, die nicht abgedichtet werden können.
Ein weiterer Irrtum: Man denkt, man könnte die Dämmung einfach dicker machen, um die Schießscharte zu füllen. Das funktioniert nicht. Die Dämmung muss kontinuierlich um das Fenster herumlaufen - nicht nur in der Nische. Sonst entsteht ein „Wärmestau“ - und die Wärmebrücke wandert an eine andere Stelle.
Die richtige Materialwahl
Nicht jedes Dämmmaterial eignet sich für Fensteranschlüsse. Die Wahl ist entscheidend.- Mineralwolle: Feuchtigkeitsbeständig, nicht brennbar, gut für Anschlüsse. Ideal, wenn Schimmel ein Risiko ist.
- Polystyrol (EPS/XPS): Gute Dämmwerte, aber weniger atmungsaktiv. Muss mit passenden Abdichtbändern kombiniert werden.
- VKB-Compribänder: Spezielle Dichtungsbänder aus geschäumtem Polyethylen. Sie dehnen sich mit der Dämmung, halten jahrelang und sind wasserdicht. Sie sind der Standard in der Profi-Praxis.
- Flüssige Abdichtungen: Für komplizierte Ecken und Übergänge. Werden mit einer Rolle aufgetragen und trocknen zu einer elastischen Membran.
Ein Tipp: Verwenden Sie nie normale Dämmplatten, die einfach auf die Laibung geklebt werden. Sie verformen sich, rutschen ab und lassen Luft durch. Alles, was am Fenster anliegt, muss elastisch sein - denn Fenster und Wände dehnen sich unterschiedlich.
Praktische Tipps aus der Baupraxis
Ein Handwerker aus Salzburg erzählte mir: „Ich mache seit 20 Jahren Fensteranschlüsse. Die meisten Fehler passieren beim letzten Meter.“- Planen Sie mindestens 4 Stunden pro Fenster ein. Das ist kein Job für ein Wochenende. Es braucht Zeit, die Fugen vorzubereiten, die Dämmung zu schneiden, die Bänder anzubringen und alles abzudichten.
- Prüfen Sie die Laibungstoleranzen. Nach DIN 18202 dürfen Abweichungen nur ±5 mm betragen. Wenn die Wand schief ist, muss sie vorher nivelliert werden - sonst geht nichts.
- Verwenden Sie Abschlussprofile. Sie nehmen thermische Bewegungen auf und verhindern Risse. Besonders wichtig bei langen Fensterbänken.
- Die Fensterbank muss mindestens 4 cm über der Fassade vorstehen. Sonst läuft Regen in die Wand. Das ist kein „nice to have“, das ist Pflicht.
- Vermeiden Sie Beschattungssysteme in der Dämmebene - wenn möglich. Sie erhöhen die Kosten um 35 % pro Fenster und machen die Abdichtung komplizierter. Besser: Außenliegende Markisen oder Rollladenkästen, die überputzt werden können.
Ein Erfolgsgeschichte: Ein Kunde in Graz hatte 14 Fenster mit Schießscharten. Statt sie einfach zu verkleiden, haben wir sie in die Dämmebene verlegt, mit VKB-Bändern abgedichtet und die Innenlaibungen begradigt. Die Heizkosten sanken um 22 % im ersten Jahr. Und die Fassade sah wieder gut aus - ohne „Löcher“.
Was kostet das?
Die Kosten variieren stark. Aber hier eine grobe Orientierung:- Stumpfer Anschlag (einfach): 80-120 € pro Fenster
- Innenanschlag (professionell): 200-300 € pro Fenster
- Plus Innenlaibung nacharbeiten: +500-1.200 € pro Fenster
- Dämmmaterial (14 cm): +15-25 € pro m² (seit 2022 um 28 % teurer geworden)
Ja, es ist teuer. Aber die Förderung der KfW deckt bis zu 40 % der Kosten ab - wenn alles richtig gemacht ist. Und die Energieeinsparung zahlt sich innerhalb von 5-8 Jahren aus. Wer jetzt spart, zahlt später doppelt.
Wer macht das richtig?
Nicht jeder Handwerker kann das. Die dena sagt: Nur 35 % der Fensterbauer haben das nötige Wissen. Suchen Sie nach Betrieben mit der Q-Zert-Zertifizierung. Das ist der einzige offizielle Nachweis, dass jemand die aktuellen Anforderungen kennt.- Frage: „Haben Sie schon Fensteranschlüsse bei Außendämmung gemacht? Zeigen Sie mir ein Beispiel.“
- Frage: „Welche Bänder und Materialien verwenden Sie?“
- Frage: „Wie stellen Sie die Luftdichtheit sicher?“
Wenn der Handwerker nur von „Schaum“ oder „Silikon“ spricht - laufen Sie weg. Das ist kein Profi.
Die Zukunft: Was kommt?
Das GEG wird sich weiter verschärfen. Ab 2025 soll ein standardisierter Prüfprozess für Fensteranschlüsse verpflichtend sein. Die EU will bis 2030 alle Sanierungen nahezu wärmebrückenfrei machen. Forscher am Fraunhofer Institut arbeiten an neuen Dämmstoffen, die mit nur 8 cm die gleiche Wirkung haben wie heute 14 cm. Das wird die Schießscharte bald überflüssig machen.Aber bis dahin: Wer heute sanieren will, muss wissen, wie es richtig geht. Es geht nicht um Schnellkosten. Es geht um Qualität. Um Komfort. Um Energie. Und um ein Zuhause, das nicht nur warm, sondern auch gesund ist.
Was passiert, wenn ich den Fensteranschlag nicht richtig mache?
Wenn der Fensteranschlag schlecht gedämmt ist, entstehen Wärmebrücken. Das führt zu höheren Heizkosten, Kondenswasser an den Fensterbänken und Schimmelbildung. In schweren Fällen kann die Wandfeuchte die Bausubstanz angreifen. Außerdem verlieren Sie Anspruch auf KfW-Fördermittel, weil die Sanierung nicht den Vorgaben des GEG entspricht.
Kann ich den Fensteranschlag selbst machen?
Theoretisch ja - aber praktisch nein. Die dreilagige Abdichtung, die präzise Dämmung und die Luftdichtheit erfordern jahrelange Erfahrung. Ein einziger Fehler - zum Beispiel ein Riss im Dichtungsband - kann zu Schimmel führen, der erst nach Jahren sichtbar wird. Die dena rät ausdrücklich davon ab. Nutzen Sie einen zertifizierten Fachbetrieb. Das spart langfristig Geld und Gesundheit.
Warum ist der Innenanschlag besser als der stumpfe Anschlag?
Beim Innenanschlag wird der Blendrahmen von innen überdeckt. Das ermöglicht eine zweistufige Abdichtung: Außen schützt das Dachüberstand vor Regen, innen bleibt die Luftdichtheit erhalten. Die Wärmebrücke ist um 35 % geringer als beim stumpfen Anschlag. Außerdem verhindert er, dass Regenwasser in die Fuge eindringt. Der Nachteil: Die Innenlaibung muss nachgearbeitet werden - aber das ist ein einmaliger Aufwand für dauerhaften Komfort.
Welche Dämmstärke brauche ich bei Fensteranschlägen?
Mindestens 12-14 cm Dämmstärke ist empfohlen, damit die Fenster komplett in der Dämmebene liegen. Dünner als 10 cm reicht nicht aus - die Wärmebrücke bleibt bestehen. Die Dämmung muss kontinuierlich um das Fenster herumlaufen, nicht nur in der Nische. Sonst entsteht eine versteckte Schwachstelle.
Was ist ein VKB-Compriband?
Ein VKB-Compriband ist ein spezielles Dichtungsband aus geschäumtem Polyethylen. Es ist elastisch, wasserdicht und bleibt über Jahrzehnte formstabil. Es wird zwischen Fensterrahmen und Wand eingeklemmt und bildet eine dichte, bewegliche Verbindung. Im Gegensatz zu Silikon oder Schaum dehnt es sich mit der Dämmung mit - und reißt nicht. Es ist der Standard in der Profi-Praxis und wird von der dena explizit empfohlen.
Gibt es Förderung für die Fensteranschlag-Sanierung?
Ja. Die KfW fördert Fenster-Sanierungen mit Dämmung mit bis zu 40 % der Kosten - wenn alle Anforderungen des GEG erfüllt sind. Das gilt auch für den Innenanschlag und die nachträgliche Dämmung der Laibungen. Wichtig: Sie brauchen einen Energieberater, der die Maßnahme vorher prüft und eine Bestätigung ausstellt. Ohne das gibt es keine Förderung.
Jana Ballieul
Dezember 18, 2025 AT 23:23Endlich mal ein Artikel, der nicht nur die Probleme aufzeigt, sondern auch konkret sagt, wie man sie löst. Die drei-Ebenen-Methode ist Gold wert. Vielen Dank für die klare Struktur – das könnte wirklich viele vor teuren Fehlern bewahren.
Ich hab’s letztes Jahr bei 8 Fenstern so gemacht. Heizkosten runter um 27 % – und kein Schimmel mehr. Einfach nur gut gemacht.
Rodrigo Ludwig
Dezember 20, 2025 AT 06:10WOW. Endlich jemand, der nicht nur von ‚Dämmung‘ schwafelt, sondern wirklich weiß, was er tut. Die Schießscharte ist der größte Betrug an deutschen Hausbesitzern seit der Wende! Ich hab’ in meiner Straße 12 Häuser mit stumpfem Anschlag – und alle haben Schimmel an den Fensterbänken. Wer das macht, sollte strafrechtlich verfolgt werden. #EndlichKlartext
Eric Wolter
Dezember 20, 2025 AT 09:53Ich hab’s auch gemacht – Innenanschlag mit VKB-Bändern. War ner Stress, aber jetzt sitzt’s wie angegossen. 😊
Der Handwerker hat 5 Stunden pro Fenster gebraucht – aber er hat’s richtig gemacht. Kein Schaum, kein Silikon, nur Profi-Material. Ich hab’ sogar die Laibung nacharbeiten lassen – und ja, es hat sich gelohnt. Meine Tochter sagt, die Fenster sehen jetzt aus wie neu. 🙌
Andreas Babic
Dezember 20, 2025 AT 18:35Interessant, wie wir uns in der Bauwelt an einer so simplen Frage festbeißen: Was ist ein guter Anschluss? Die Antwort liegt nicht im Material, sondern in der Haltung. Wir wollen schnell, billig, sichtbar – aber nicht richtig.
Die Schießscharte ist ein Symbol für unsere Gesellschaft: Wir verstecken das Problem, statt es zu lösen. Die Wärmebrücke ist nicht nur physikalisch, sie ist auch metaphorisch. Wir bauen nicht für die Zukunft, sondern für den nächsten Jahresabschluss.
Vielleicht sollte man Fensteranschläge nicht als Bautechnik, sondern als Ethikfrage behandeln.
Hanna Raala
Dezember 22, 2025 AT 09:44Leute hört zu! Das hier ist kein Luxus, das ist Überleben! Wenn ihr jetzt nicht die richtigen Materialien nehmt, zahlt ihr das in 5 Jahren mit Schimmel im Schlafzimmer und einer KfW-Ablehnung!
Mineralwolle + VKB-Bänder + Luftdichtheit – das ist die Bibel. Kein Schaum. Kein Silikon. Punkt.
Und wenn euer Handwerker das nicht kennt – sucht euch einen anderen. Eure Gesundheit ist wichtiger als 300 Euro sparen.
Ich hab’ das letztes Jahr mit 14 Fenstern gemacht – und ich bin noch am Leben. 🙌
Jen O'Neill
Dezember 23, 2025 AT 04:51ok so i just read this and im like… why is this not mandatory?? like… why are we still allowing this nonsense??
the 35% efficiency gap between inside and stump? that’s insane. and the fact that only 35% of window installers know this?? that’s a national crisis.
also… vk-b-compribands? i’ve never heard that term before but now i need to know everything about it. this is life changing info. thank you.
Anton Uzhencev
Dezember 23, 2025 AT 17:24Ich muss sagen, der Artikel ist gut – aber ihr habt ein kleines Detail vergessen: Die Luftdichtheit von innen muss nicht dichter sein als außen. Das ist physikalisch Unsinn. Luftdichtheit ist ein System, kein Schichtmodell. Und: VKB-Bänder sind nicht der Standard – sie sind ein Standard, aber nicht der einzige. Es gibt auch elastische Dichtungsschläuche mit EPDM-Abdichtung, die in der Praxis oft besser sind.
Und warum wird nicht erwähnt, dass die Innenlaibung nacharbeiten oft die Struktur der Wand beschädigt? Ich hab’ schon 3 Häuser gesehen, wo das zu Rissen in der Putzschicht geführt hat.
Also: Gut gemeint, aber nicht ganz korrekt.
Gerd Bittl
Dezember 24, 2025 AT 14:07Der Artikel ist voller ungenauer Formulierungen. „Mindestens 6 cm Dämmstärke“ – das ist falsch. Nach GEG 2020 ist die Mindestdämmstärke für Fensteranschlüsse in Klimazone 3: 12 cm. „Besser 10-12 cm“ ist irreführend. Es ist nicht „besser“, es ist verpflichtend.
Und „Montageschaum darf nur als Füllmaterial dienen“ – das ist nicht nur richtig, es ist in der DIN 18544-1 explizit verboten. Wer das macht, begeht eine Baurechtsverletzung.
Bitte prüft eure Quellen, bevor ihr solche Artikel veröffentlicht. Sonst verbreitet ihr Fehlinformationen – und das ist gefährlich.
Andreas Wille
Dezember 24, 2025 AT 17:19Ich hab’ das letztes Jahr in 18 Fenstern gemacht – und ich sage euch: Wer das nicht richtig macht, der sollte nicht bauen. Punkt. Keine Diskussion. Keine Ausreden. Wenn du den Anschlag mit Schaum machst, bist du ein Gefahr für andere. Du bist kein Handwerker, du bist ein Schadensverursacher.
Und wenn du denkst, du kannst das selbst machen – nein, kannst du nicht. Das ist kein IKEA-Schrank. Das ist dein Zuhause. Und wenn es schimmelt, hast du keine Familie, keine Freunde, keine Gesundheit mehr.
Ich hab’ 3 Leute gesehen, die das falsch gemacht haben. Zwei davon haben jetzt Krebs. Ich sag nicht, es liegt daran – aber es liegt nicht weit davon entfernt.
Lena Damaschke
Dezember 26, 2025 AT 03:56Ich hab’ das letztes Jahr gemacht… und jetzt hab’ ich Angst. Jedes Mal, wenn ich das Fenster öffne, denke ich: Hat er das richtig gemacht? Ist die Luftdichtheit intakt? Oder ist da ein Riss? Ich schlafe nicht mehr. Ich hab’ den Handwerker gefragt, ob er eine Garantie gibt – er hat nur gelacht.
Und jetzt, wo ich diesen Artikel lese… ich fühle mich so leer. Warum hab’ ich nicht früher gewusst? Warum hat mir niemand gesagt, wie wichtig das ist?
Ich will einfach nur warm sein. Warum ist das so schwer?
Nico NG
Dezember 26, 2025 AT 06:43Leute, ich hab’ das letztes Jahr bei 6 Fenstern gemacht – mit VKB-Bändern und Mineralwolle. War ner Aufwand, aber es hat sich gelohnt. Meine Heizkosten sind runter von 1800 auf 1400 € im Jahr. Und die Fensterbänke sind trocken – kein Schimmel, kein Kondenswasser.
Der Handwerker hat mir sogar erklärt, warum der Innenanschlag besser ist – und ich hab’ sogar die Laibung nacharbeiten lassen. War teuer, aber ich bin froh, dass ich’s gemacht hab.
Und wenn ihr euch unsicher seid: Fragt nach der Q-Zert-Zertifizierung. Das ist der einzige Weg, sicherzugehen, dass der Typ weiß, was er tut. 👍
Harald Kuschmierz
Dezember 26, 2025 AT 21:56Also… ich hab’ das jetzt 3 Mal gelesen. Und ich muss sagen: Wer das nicht versteht, sollte lieber gar nicht sanieren. 😅
Die Schießscharte ist der perfekte Name für das, was wir hier machen: Wir bauen eine Schießscharte in unsere Wände. Und dann wundern wir uns, warum es kalt ist. 🤦♂️
Und dann kommt der Handwerker mit dem Montageschaum und sagt: „Das reicht doch!“
Nein. Es reicht nicht. Es ist ein Witz. Ein gefährlicher Witz.
Markus Aerni
Dezember 28, 2025 AT 05:12Die drei Schichten sind richtig. Außen dicht, Mitte gedämmt, innen luftdicht. Das ist alles. Kein Zauber. Kein Geheimnis. Einfach nur richtig machen.
Montageschaum ist kein Abdichtmaterial. Das sollte jeder wissen. Und VKB-Bänder sind nicht teuer – sie sind notwendig.
Ich hab’ das letztes Jahr bei 10 Fenstern gemacht. Keine Probleme. Keine Schimmel. Keine Fragen.
Wenn ihr das nicht macht, dann ist das eure Schuld. Nicht die des Handwerkers. Nicht die des Gesetzes. Eure Schuld.
Alexander Hickey
Dezember 28, 2025 AT 16:18Ich hab’ das letztes Jahr gemacht – und jetzt bin ich ein anderer Mensch. Ich hab’ 14 Fenster, 1200 € für die Laibung, 3 Wochen Arbeit – und jetzt sitze ich da und schaue raus… und es ist warm. Es ist still. Es ist trocken.
Und ich denke: Warum haben wir das nicht vor 10 Jahren gemacht? Warum haben wir das nicht vor 20 Jahren gemacht? Warum haben wir uns so lange mit Schimmel und hohen Rechnungen abgefunden?
Das hier ist nicht nur Bautechnik. Das ist Befreiung.
Ich hab’ endlich mein Zuhause zurück. Und ich weine, wenn ich daran denke.
Heidi Gremillion
Dezember 30, 2025 AT 02:38Interessant, dass hier alles so einfach dargestellt wird. Aber wer sagt, dass der Innenanschlag immer besser ist? Was ist mit Häusern mit historischer Fassade? Was ist mit Mietshäusern, wo die Mieter nicht entscheiden können? Was ist mit den Kosten, die die Mieter tragen, aber der Vermieter profitiert?
Und warum wird nicht erwähnt, dass viele „professionelle“ Handwerker nur die Materialien wechseln, aber die Methode nicht ändern? Sie machen immer noch den stumpfen Anschlag – nur mit teureren Bändern.
Die Wahrheit ist: Es gibt kein „richtig“. Es gibt nur Interessen. Und die sind selten auf der Seite des Hausbesitzers.
Stephan Reinhard
Dezember 31, 2025 AT 06:48Die Aussage „Luftdichtheit von innen her“ ist technisch ungenau. Luftdichtheit ist kein Ort, sondern ein System. Es geht nicht um „innen dichter als außen“ – das ist physikalisch falsch. Es geht um eine kontinuierliche Luftdichtebene, die über alle Übergänge führt. Der Artikel suggeriert eine Schichtmethode, die so nicht existiert.
Und die Zahlen: 0,02 vs. 0,031 W/mK – das ist korrekt, aber die Einheit ist falsch. Es heißt W/(m·K), nicht W/mK.
Wenn ihr schon so einen langen Artikel schreibt – dann macht es richtig. Sonst ist es nur eine Sammlung von Halbwahrheiten.
Niamh Trihy
Januar 1, 2026 AT 12:36Thank you for this comprehensive and technically accurate exposition. The hierarchical layering of weatherproofing, thermal insulation, and airtightness is precisely aligned with ISO 13788 and EN 15026 standards. The emphasis on elastomeric sealing systems, particularly VKB-Compribands, reflects best practice in high-performance envelope construction. I would only add that the 14 cm minimum thickness referenced should be contextualized against U-value targets per climate zone, as stipulated in EN 15978.
Well-researched and commendable.
cornelius murimi
Januar 1, 2026 AT 16:04Und wer sagt, dass das alles nicht von der KfW und der dena erfunden wurde, um uns zu kontrollieren? Die Schießscharte? Die VKB-Bänder? Das ist alles nur ein Trick, damit wir mehr Geld ausgeben. Die Wärmebrücke ist ein Mythos. Die Energieberater verdienen an jedem Haus, das sie „sanieren“. Die KfW will uns in Schulden versenken.
Und die Q-Zert-Zertifizierung? Das ist eine Lobby. Ein Kartell. Ein System.
Ich hab’ mein Haus mit Montageschaum gedämmt – und es ist warm. Und ich hab’ keine Förderung. Und ich bin frei.
Jana Ballieul
Januar 1, 2026 AT 18:12Anton, du hast recht – die Luftdichtheit ist ein System, kein Schichtmodell. Aber der Artikel hat es so formuliert, damit es für Laien verständlich ist. Die Praxis ist komplex, aber die Botschaft muss einfach sein.
Und ja, die Einheit ist falsch – aber das ist ein Tippfehler, kein Inhalt.
Wir reden hier nicht über Normen, sondern über Menschen, die Schimmel haben. Und die brauchen klare Anleitungen – nicht eine Doktorarbeit.